Ich habe dieses Jahr zwei Menschen verloren, die ich sehr geliebt habe. Im August ist meine Mutter an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Im Dezember meine 102jährige Großmutter.

Meine Mutter hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, gut für sich zu sorgen, um eine gute Unterstützung für andere zu sein. Auch in meinem Verantwortungsbewusstsein und meinem Bedürfnis, Gutes zu bewirken, hat sie mich sehr geprägt. Vieles, dass sich andere erst später erarbeiten, wurde mir in meiner Ursprungsfamilie geschenkt. Eine positive Lebenseinstellung, Vertrauen in mich und andere, das Bedürfnis Gutes zu tun und der Glaube daran, das Erwünschte bewirken zu können.

Meine Großmutter war bis ins hohe Alter für mich ein Vorbild an Positivität, Lebensfreude und Weltoffenheit.

Für mich war 2017 ein forderndes und sehr lehrreiches Jahr. In der Zeit der Sterbebegleitung und des Abschiednehmens habe ich gelernt, wie eng Traurigkeit und Glück miteinander verbunden sind und dass sich in meiner Traurigkeit eine riesengroße Dankbarkeit zeigte. Mein tägliches Yogaritual war mir bei diesem Perspektivwechsel eine große Unterstützung. Ganz auf der Yogamatte anzukommen, meinen Körper und meinen Atem wahrzunehmen, präsent zu sein im Hier und Jetzt – das bringt mich zur Ruhe und erfüllt mich mit Liebe und Dankbarkeit.

Wenn ich an die beiden Frauen denke, die mich auf meiner Entwicklungsreise am meisten geprägt haben, empfinde ich eine unendliche Liebe und riesengroßes Glück. Es ist so schön zu spüren, wie all das, was sie mich lehrten, in mir, meinem Sohn und vielen Menschen, die ich in ihrem Leben begleitet habe und begleite, weiterlebt.

Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Jahresausklang!

Liebe Grüße,
Christine Hoffmann