Ein optimistisches, fröhliches Temperament wird von vielen GlücksforscherInnen als der entscheidende Faktor für die Festlegung des Glücksniveaus einer Person angesehen. Ca. 50% unseres Glückspotenzials wird auf unseren angeborenen „happiness set point“ zurückgeführt.

Sollten Sie glauben, Sie seien mit dem „Weniger-glücklich-Gen“ geboren, mache ich Ihnen gerne Hoffnung. Ganz allgemein gesprochen, lassen alle Interventionsstudien den Schluss zu, dass nachhaltiges Glück unabhängig von der genetischen Veranlagung möglich ist – wenn Sie bereit sind dafür zu arbeiten (u.a. Lyubomirsky, 2018).

Denn verblüffend wenig Bedeutung haben objektive Lebensumstände für unser Glück. Es scheint relativ unbedeutend zu sein, ob wir reich oder arm sind, gesund oder krank, verheiratet oder geschieden. Lediglich 10% wird solch äußeren Umständen zugeschrieben.

Ihre Aufmerksamkeit sollten Sie auf die restlichen 40% legen. Beachten Sie, wohin Sie Ihren Aufmerksamkeitsscheinwerfer richten, wie Sie Ihr Leben interpretieren und auf Gegebenheiten im Außen reagieren. Ähnlich wie bei einer Steigerung Ihrer Fitness, braucht es für dauerhaftes Glück langfristige Veränderungen, die an jedem Tag des Lebens Energie und Willenskraft erfordern. Achten Sie auf Ihre Gedanken und fokussieren Sie sich auf Bewahrenswertes. Pflegen Sie Freundschaften und tun Sie Ihrem Körper Gutes. Lassen Sie sich von Ihrer Freude leiten und entwickeln Sie zu Ihnen passende Glücksgewohnheiten. Denn glücklich sind jene Menschen, die das, was ihnen gut tut, regelmäßig tun.

Herzliche Grüße
Christine Hoffmann