2020 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr.

Als mir zu Beginn des ersten Lockdowns Aufträge in der Höhe eines Drittels meines normalen Jahresumsatzes storniert wurden, hat mich dies zutiefst verunsichert. Die Vergangenheit hatte mich verwöhnt. Stets durfte ich die Erfahrung machen, dass meine Begeisterung für die Logik der menschlichen Psyche, mein Wissen über Veränderungsprozesse sowie meine Coaching- und Trainingskills meine KundInnen begeistern. Ich musste kaum in Marketing investieren. Die 13jährige Erfolgsstory meiner Selbstständigkeit verdanke ich den Weiterempfehlungen meiner KundInnen. Der empfundene Bruch kam völlig unerwartet. Ich hätte nie vermutet, dass mich behördlich beschlossene Schutzmaßnahmen in meiner beruflichen Tätigkeit so immens einschränken.

Heute blicke ich auf ein forderndes und gleichzeitig sehr erfolgreiches und wunderschönes Jahr zurück. Ich habe zahlreiche Online-Seminare gehalten und Menschen inspiriert, in herausfordernden Situationen psychoLOGISCH zu handeln. Ich kooperierte mit Coaching-KundInnenin Österreich, der Schweiz, Deutschland, Australien und Russland zugunsten ihrer erwünschten Zukunft. Ich habe die HOFFMANN-Methode® patentiert und erste MultiplikatorInnen mit meinem theoretisch fundierten und leicht umsetzbaren Didaktik-Design begeistert. Ich habe erfahren, dass emotionale Nähe in Weiterbildungen möglich ist, auch wenn alle Teilnehmenden Masken tragen und der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten wird. Dr. Vera Popper und ich haben die fünfte AbsolventInnengruppe unseres LEHRGANGS PSYCHOLOGISCHES COACHING über den Dächern Wiens gefeiert und wunderbare Menschen in unserer CoachingMasterClass unterstützt, ihre Coachingskills hypnosystemisch, lösungs- und embodimentfokussiert auszuweiten sowie Coachingmaterialien zieldienlich zu nutzen. Auch Glücksyoga im Hotel Hochschober war ein Highlight. Nach all dem Social Distancing war der persönliche Austausch über das eigene Lebensglück berührend.

Privat war es ebenso ein besonderes Jahr. Durch die eingeschränkten Möglichkeiten in Wien war ich besonders viel in der Natur unterwegs. Ich habe den Weissensee mit dem Mountainbike umrundet, bin zahlreiche Klettersteige gegangen und habe beim Wandern wunderschöne Fernblicke genossen. Einmal bin ich beim Skifahren im Nebel schmerzvoll mit einem Baum zusammengestoßen und bei einem Mountainbike-Sturz habe ich mir das Handgelenk gebrochen. Zum Glück ist die OP gut verlaufen und alles ist wunderbar verheilt. Wie viele andere Eltern habe auch ich in diesem Jahr den Wert der Schule neu erkannt. Für meinen 11jährigen Sohn neben der Arbeit nicht nur Mutter zu sein, sondern auch LehrerInnen und FreundInnen zu ersetzen, hat mich teilweise an meine Grenzen gebracht.

Es war ein Jahr, das mich vielfach forderte neue Wege zu gehen, und nun, am Ende dieses Jahres, freue ich mich, wenn ich zurückblicke.

2021 wird es sicherlich schaffen, uns neu zu überraschen. Wenn Sie in Ihre Weiterbildung investieren möchten, werfen Sie doch einen Blick auf meine Veranstaltungen. Besonders einladen möchte ich Sie zum LEHRGANG PSYCHOLOGISCHES TRAINING, der mit vielen Änderungen erst im April startet. Im Herzen steht die Vermittlung der HOFFMANN-Methode®, um eigene Weiterbildungsformate freudvoll und psychoLOGISCH zu konzeptionieren. Der Lehrgang unterstützt Sie nachhaltig bei der eigenen Professionalisierung und beinhaltet auch einen Follow-up Intervisionstag sowie individuelles On Demand Didaktik-Coaching.

Vielen von Ihnen bin ich 2020 persönlich begegnet, mit anderen war ich nur gedanklich verbunden. Ich danke Ihnen für das gemeinsam Erlebte und freue mich auf ein spannendes und freudvolles neues Jahr!

Herzliche Grüße
Christine Hoffmann

PS: Den Fernblick auf dem Foto gibt’s weniger als eine Autostunde von Wien entfernt, nach einigen erwanderten Höhenmetern auf dem Plattenstein.

Kennen Sie das Gefühl innerer Zerrissenheit? In meiner Coachingpraxis unterstütze ich häufig Menschen, die vor schwierigen Entscheidungen stehen. Sie haben oft schon Pro- und Contra-Listen geschrieben und Meinungen von befreundeten Personen eingeholt. Doch kaum verspüren sie eine Tendenz in eine Richtung, fallen ihnen umgehend Vorteile für die andere Option ein.

Begleitet wird dieses Phänomen meist mit einer inneren Selbstabwertung. Sie werfen sich die eigene Ambivalenz vor, fühlen sich „zu blöd“, um die richtige Entscheidung zu treffen oder hadern damit, dass sie noch nicht die ausschlaggebenden Informationen gefunden haben.

Doch schwierige Entscheidungen zeichnen sich dadurch aus, dass keine Alternative besser ist als die andere. Wäre eine Option klar besser, wäre es keine schwierige Entscheidung. In schwierigen Entscheidungssituationen sind die Alternativen meist gleichwertig. Die zur Auswahl stehenden Optionen präsentieren unterschiedliche Werte. Zum Beispiel kollidieren bei beruflichen Entscheidungen häufig Freiheit und Sicherheit. Eine berufliche Veränderung würde mehr Verantwortung und Freiheitsgrade mit sich bringen, gleichzeitig ein höheres Risiko zu scheitern. Der Verbleib im aktuellen Job steht für Sicherheit. Die Arbeit ist bekannt und „so schlecht ja auch nicht“. :-)

In schwierigen Entscheidungssituationen sollten Sie sich weniger fragen, wie die bessere Wahl aussieht, sondern mehr: Welcher Mensch will ich sein? Ihr Lebensweg ist gepflastert mit Entscheidungen. Wie Sie sich entscheiden, bestimmt Ihre Identität.

Möchten Sie beispielsweise der Mensch sein, der ein gewisses Risiko eingeht, um sich den Traum von der eigenen Selbstständigkeit zu erfüllen? Oder möchten Sie der Mensch sein, der im Angestellten-Job bleibt, weil auch dieser Freude machen und ein angenehmes Leben bieten kann?

Möchten Sie der Mensch sein, der auch in schwierigen Phasen in der Beziehung bleibt und bereit ist, an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten? Oder möchten Sie der Mensch sein, der einen Neuanfang wagt und herausfindet, was das Leben ohne den aktuellen Partner bzw. die Partnerin noch alles bietet?

Manchmal ist die Qual der Wahl so groß, dass wir gerne die Verantwortung für unsere Entscheidung abgeben würden. Doch niemand kann und soll solche Entscheidungen für Sie treffen. Mit Ihren Entscheidungen gestalten Sie Ihr Leben. Auch ich werde Ihnen wichtige Lebensentscheidungen nicht abnehmen. Doch es erfüllt mich mit Freude und Sinn, Ihnen Fragen zu stellen, die Ihnen an Ihrer Weggabelung helfen, den für Sie stimmigen Weg zu wählen.

Herzliche Grüße

Christine Hoffmann

Bei Umfragen äußern mehr als 90 Prozent der Befragten den Wunsch, Teile ihrer Persönlichkeit zu verändern. Manche Menschen möchten offener sein, einige optimistischer, andere weniger chaotisch.

Früher gingen WissenschaftlerInnen davon aus, dass der größte Teil unserer Persönlichkeit genetisch bedingt und spätestens im frühen Erwachsenenalter fertig ausgeprägt sei. Doch heutzutage wissen wir, dass unsere Persönlichkeit nicht in Gips gegossen, sondern eher flexibel wie Knetmasse ist. Zwillingsstudien und die Erforschung des Erbguts zeigen, dass unser Charakter etwa zur Hälfte angeboren ist. Mindestens ebenso prägend sind die Erfahrungen, die wir sammeln, und die sozialen Rollen, die wir einnehmen. Unser Charakter kann sich lebenslang wandeln.

Doch wie verändert sich unser Ich? Forschungsergebnisse legen eine einfache Formel nahe: Ändert sich das Leben, wandelt sich der Mensch.

Wir PsychologInnen sprechen erst dann von einer Persönlichkeitsveränderung, wenn Menschen sich über mindestens ein Jahr anders verhalten wie zuvor. Wenn sich ein Mann nach einer Trennung zurückzieht und weniger die Gesellschaft seiner Freunde sucht, ist dies meist der Ausdruck vorübergehender Traurigkeit und kein tatsächlicher Charakterwandel.

Doch warum abwarten, bis uns das Leben formt?

Wir können Herausforderungen gezielt suchen, um erwünschte Persönlichkeitsveränderungen anzustoßen. Leider reicht hierfür die alleinige Entscheidung nicht. Es braucht starke Willenskraft und regelmäßige Energie, um sich nachhaltig zu verändern. Das bestätigt jüngst eine Studie der University of Illinois. Eine Gruppe der StudienteilnehmerInnen wurde gebeten, ihre Vorhaben zu notieren. Die andere Gruppe wurde zusätzlich ermutigt, konkrete Veränderungsschritte aufzuschreiben. Eine Person, die sich vorgenommen hatte, geselliger zu werden, schrieb beispielsweise: „Ich frage Julie, ob wir nächste Woche am Donnerstag einen Kaffee gemeinsam trinken.“ Über vier Monate hinweg wurden alle ProbandInnen befragt. Jene Gruppe, die sich konkrete Veränderungsschritte notierte, veränderte das eigene Verhalten signifikant stärker.

Neue Wege zu gehen, verunsichert und kostet Überwindung. Doch es lohnt sich! Wenn wir uns anders als gewohnt verhalten, entstehen neue Verbindungen in unserem Gehirn. Zeit und Wiederholung verbreitern die neugeschaffenen, neuronalen „Trampelpfade“ und machen es uns immer leichter, die erwünschten Verhaltensweisen zu zeigen.

Wollen Sie geselliger werden, empfehle ich Ihnen, möglichst häufig Gesellschaft zu suchen, Blickkontakt aufzunehmen und andere anzusprechen. Wenn Sie glücklicher sein möchten, sollten Sie vielfältige Happy Habbits in Ihr Leben integrieren. Wollen Sie sich von Ihrem Chaos-Ich verabschieden, können Sie einen Projektplan entwerfen und sich streng an Ihre eigenen Zeitvorgaben halten.

Seien Sie freundlich mit sich, wenn Sie Ehrenrunden drehen. Ein Rückfall in das alte Einsiedlertum, den Pessimismus oder das Chaos, ist völlig normal und stellt eine Loyalitätsleistung an Ihr früheres Ich dar. Wichtig ist nur, dass Sie sich wieder neu auf den Weg machen, wenn Sie den Rückfall in alte Verhaltensmuster bemerken.

Jede und jeder hat das Potenzial, sich zu verändern! Gerne unterstütze ich Sie mit psychologischem Einzel-Coaching auf Ihrer Entwicklungsreise.

Mit Vorfreude

Christine Hoffmann

 

Der Jahreswechsel vermittelt ein Gefühl des Neuanfangs und lädt uns dadurch auf besondere Weise zum Innehalten ein. Unterm Jahr arbeiten die meisten Menschen so viel in ihrem Leben, dass sie wenig dazu kommen, an ihrem Leben zu arbeiten.

Wenn sie in Ihrem Leben arbeiten, erledigen sie ihre täglich dringenden Aufgaben und beantworten E-Mails. Sie betreuen ihre Kinder, kaufen ein und halten ihre Wohnung sauber. Wenn sie an ihrem Leben arbeiten, beschäftigen sie sich mit ihrer Ausrichtung. Sie reflektieren, entwickeln konkrete Bilder ihrer erwünschten Zukunft und erarbeiten Maßnahmen, die sich positiv auf die Arbeit in ihrem Leben auswirkt.

Wofür erzähle ich Ihnen das? Um glücklich und erfolgreich zu sein, braucht es beides: Arbeits-Flow und Genuss mit allen Sinnen sowie Zeit für bewusste Neuausrichtung und proaktive Lebensgestaltung.

Wenn Sie an Ihrem Leben arbeiten möchten, empfehle ich Ihnen die folgenden vier Fragen für den Rückblick und den bewussten Start in das neue Jahr:

  1. Was hat sich in Ihrem Leben im letzten Jahr verändert? Bedenken Sie hierbei sowohl Ihren Umgang mit sich selbst und Ihr Mindset, als auch Ihre wichtigen Beziehungen, Ihre Arbeit, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.
  2. In welchen Momenten haben Sie Ihr Leben besonders genossen? Leiten Sie aus diesen Magic Moments Ihren individuellen Glücksschlüssel ab. Mit diesem Glück-Metawissen müssen Sie nicht mehr auf Freudenmomente warten, sondern können Ihr Glück bewusst in Ihr Leben einladen.
  3. Auf welche privaten und beruflichen Erfolge sind Sie stolz? Überlegen Sie, durch welche Muster des Gelingens Sie diese Erfolge ermöglicht haben und wie Sie diese Erfolgsstrategien auch 2019 einsetzen wollen.
  4. Was wollen Sie im nächsten Jahr erreichen und woran werden Sie in einem Jahr erkennen, dass Sie Ihre erwünschte Zukunft leben? Formulieren Sie mindestens für Ihre drei wichtigsten Lebensbereiche (z.B. Beruf, Partnerschaft, Gesundheit) je ein Ziel und benennen Sie Kriterien, die Ihnen zeigen, dass sie am Weg in die erwünschte Richtung sind.

Gerne unterstütze ich Sie auch mit einem psychologischen Coaching bei Ihrem Jahresrückblick.

2019 haben Sie auch wieder die Möglichkeit, sich an wunderschönen Orten in einer Gruppe lieber Menschen weiter zu entwickeln. Alle aktuellen Termine finden Sie unter www.christinehoffmann.at/termine.

Mit Vorfreude auf gemeinsame Entwicklungs- und Freudenmomente.

Herzliche Grüße
Christine Hoffmann

Vielen Menschen fällt es schwer, nach einem anstrengenden Arbeitstag abzuschalten. Sie kommen nachhause und sind in Gedanken immer noch bei ihrer Arbeit. In einem Interview für den karriere.blog informiere ich unter anderem darüber, welche Rolle Feierabendrituale spielen und wie PendlerInnen die Fahrzeit sinnvoll nutzen können.

Wer sich Entspannung und Glücksmomente wünscht, sollte sich selbst auf jeden Fall einladen, zu 100 Prozent ins Hier und Jetzt zu kommen, und sich dafür entscheiden, Störfaktoren soweit, wie es mit dem eigenen Lebenskontext vereinbar ist, auszuschalten. Für die einen bedeutet das, das Handy das ganze Wochenende abzuschalten, für den anderen ist es ein Erfolgserlebnis, nur zwei Mal am Tag Mails zu checken.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend!

Beste Grüße,
Christine Hoffmann

„Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen?“ – eine typische Frage im Bewerbungsgespräch. Wer da nicht wie aus der Pistole geschossen antwortet, ist raus. Denn Personalchefs suchen zielstrebige Angestellte. Menschen, die wissen, was sie wollen.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ziele zu haben, ist wichtig. Doch manchmal ist es auch wichtig, sich von ihnen zu verabschieden. Beispielsweise wenn wir sie trotz größter Anstrengung nicht erreichen und uns das Festhalten an der hohen Erwartungshaltung unglücklich macht.

Ein Ziel loszulassen ist oftmals gar nicht leicht. Wenn wir an unseren Vorstellungen, wie unser Leben auszusehen hat, schon sehr lange hängen, sind sie längst Teil unseres Ichs geworden.

Wie es Ihnen gelingt, Ziele, die Sie unglücklich machen, loszulassen, berichte ich in einem Interview mit der maxima.

Liebe Grüße,
Christine