Eigentlich war Petra in einer beneidenswerten Situation. Die Versicherungsexpertin hatte in den letzten Jahren große Karriereschritte gemacht und ihr war eine gut bezahlte, leitende Position in Deutschland angeboten worden. Im Coaching erzählte sie mir, dass ihr das Angebot schmeichle. Gleichzeitig hatte sie Angst, sich in Deutschland nicht wohlzufühlen und sorgte sich, ihre Familie durch den Umzug zu belasten. Die anstehende Entscheidung beschäftigte sie stark. Sie wog innerlich ständig Argumente ab, lag nachts wach und konnte das Hier und Jetzt nicht genießen.

Solche Gefühle kennen die meisten Menschen. Manche haben Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen. Andere sorgen sich, den geliebten Menschen zu verlieren, oder fürchten um ihre Gesundheit.

Wenn die Betroffenen mit anderen ihre Sorge teilen, wird ihnen meist geraten, die eigene Angst zu überwinden. So als wäre Angst etwas Schlechtes und müsse möglichst schnell ausgelöscht werden.

Für mich ist Angst eine uns wertvolle Informationen liefernde Gefühlsregung. Angst entsteht, weil in den Augen der Betroffenen etwas persönlich Wichtiges gefährdet ist. Sie liefert bedeutsame Impulse, Bewahrenswertes zu schützen.

Alicia Clarck schreibt in ihrem Buch „Hack your anxiety“ (2018), dass die Aufgabe der Angst letztendlich sei, uns so lange zu plagen, bis wir für das persönlich Bedeutsame in Aktion treten.

Die Motivationsexpertin Julia Strack hat die positiven Seiten von Angst erforscht. Wenn Menschen ihre Ängste offen annehmen, können enorme Energien freigesetzt werden. Strack spricht in diesem Kontext von „angstinduzierter Motivation“. Die physische und mentale Erregung, die Angst hervorruft, schärft unsere Sinne und steigert unsere Leistungsfähigkeit (Strack & Esteves, 2015). Dies ist allerdings nur der Fall, wenn die Emotion nicht zu stark wird. Nach dem Yerkes-Dodson-Gesetz herrscht hier eine U-förmige Beziehung. Unsere Leistungsfähigkeit steigt mit zunehmender Erregung an. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Sattelpunkt, dann kippt die Kurve und die Angst wirkt sich negativ aus. Letzteres lässt sich beispielsweise beobachten, wenn ein in Panik geratender Student sich plötzlich nicht mehr an das Gelernte erinnert. Wenn Menschen glauben, Angst sei schädlich, entwickeln sie Angst vor der Angst und ihre Macht steigt exponentiell an.

Mit meinen CoachingkundInnen erarbeite ich, wie sie ihre Haltung gegenüber den eigenen Ängsten verändern können. Die Energie, die bislang zur Unterdrückung der eigenen Angst eingesetzt wurde, kann eine enorme Quelle für Produktivität und Weiterentwicklung werden. Wichtig ist hierbei, die Botschaft der Angst zu entschlüsseln. Welche positive Absicht verbirgt sich hinter der Angst? Was will sie uns sagen? Was soll geschützt oder bewahrt werden?

Die Neubewertung wird unterstützt durch neue Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks. Hilfreicher als „Ich sorge mich um XY.“ ist häufig eine Formulierung wie „XY ist mir wichtig.“ Zudem ist es essentiell, den eigenen Wahrnehmungsfokus wieder zu erweitern, denn Angst schränkt unseren Möglichkeitsraum ein.

Petra hat sich letztendlich gegen die Position im Ausland entschieden. Ihre Angst hat ihr verdeutlicht, wie wichtig ihr ihre Familie und ihr vertrautes Umfeld ist. Sie ist verständnisvoller sich selbst gegenüber geworden und hat gelernt, die Botschaften ihrer Gefühle zu entschlüsseln.

Gerne unterstütze ich Sie dabei, ihre Ängste als Informationsquelle wertzuschätzen und ihren Aufmerksamkeitsfokus zu erweitern, bevor sie wichtige Entscheidungen treffen. Rufen Sie mich an und wir klären, wie Sie psychologisches Coaching dabei unterstützt, Ihr erwünschtes Leben zu leben.

Herzliche Grüße

Christine Hoffmann

 

Kennen Sie das Gefühl innerer Zerrissenheit? In meiner Coachingpraxis unterstütze ich häufig Menschen, die vor schwierigen Entscheidungen stehen. Sie haben oft schon Pro- und Contra-Listen geschrieben und Meinungen von befreundeten Personen eingeholt. Doch kaum verspüren sie eine Tendenz in eine Richtung, fallen ihnen umgehend Vorteile für die andere Option ein.

Begleitet wird dieses Phänomen meist mit einer inneren Selbstabwertung. Sie werfen sich die eigene Ambivalenz vor, fühlen sich „zu blöd“, um die richtige Entscheidung zu treffen oder hadern damit, dass sie noch nicht die ausschlaggebenden Informationen gefunden haben.

Doch schwierige Entscheidungen zeichnen sich dadurch aus, dass keine Alternative besser ist als die andere. Wäre eine Option klar besser, wäre es keine schwierige Entscheidung. In schwierigen Entscheidungssituationen sind die Alternativen meist gleichwertig. Die zur Auswahl stehenden Optionen präsentieren unterschiedliche Werte. Zum Beispiel kollidieren bei beruflichen Entscheidungen häufig Freiheit und Sicherheit. Eine berufliche Veränderung würde mehr Verantwortung und Freiheitsgrade mit sich bringen, gleichzeitig ein höheres Risiko zu scheitern. Der Verbleib im aktuellen Job steht für Sicherheit. Die Arbeit ist bekannt und „so schlecht ja auch nicht“. :-)

In schwierigen Entscheidungssituationen sollten Sie sich weniger fragen, wie die bessere Wahl aussieht, sondern mehr: Welcher Mensch will ich sein? Ihr Lebensweg ist gepflastert mit Entscheidungen. Wie Sie sich entscheiden, bestimmt Ihre Identität.

Möchten Sie beispielsweise der Mensch sein, der ein gewisses Risiko eingeht, um sich den Traum von der eigenen Selbstständigkeit zu erfüllen? Oder möchten Sie der Mensch sein, der im Angestellten-Job bleibt, weil auch dieser Freude machen und ein angenehmes Leben bieten kann?

Möchten Sie der Mensch sein, der auch in schwierigen Phasen in der Beziehung bleibt und bereit ist, an einer gemeinsamen Zukunft zu arbeiten? Oder möchten Sie der Mensch sein, der einen Neuanfang wagt und herausfindet, was das Leben ohne den aktuellen Partner bzw. die Partnerin noch alles bietet?

Manchmal ist die Qual der Wahl so groß, dass wir gerne die Verantwortung für unsere Entscheidung abgeben würden. Doch niemand kann und soll solche Entscheidungen für Sie treffen. Mit Ihren Entscheidungen gestalten Sie Ihr Leben. Auch ich werde Ihnen wichtige Lebensentscheidungen nicht abnehmen. Doch es erfüllt mich mit Freude und Sinn, Ihnen Fragen zu stellen, die Ihnen an Ihrer Weggabelung helfen, den für Sie stimmigen Weg zu wählen.

Herzliche Grüße

Christine Hoffmann

Von September 2017 bis März 2018 begleitete ich mit meiner Kollegin Dr. Vera Popper erneut 14 PsychologInnen auf ihrem Entwicklungsweg zum psychologischen Coach.

Zu erleben, wie sie Lösungsfokus mit jedem Modul mehr leben und hypnosystemische Tools in ihr berufliches Wirken integriert haben, hat uns sehr gefreut. Wir sind beeindruckt davon, wie grandios sie Menschen dabei unterstützen, ihre erwünschte Zukunft zu leben.

Liebe Lehrgangsteilnehmende, wird danken euch, dass wir einige eurer wertschätzenden Rückmeldungen veröffentlichen dürfen, um InteressentInnen einen Einblick in unser Wirken zu geben.

„Dieser Coaching-Lehrgang ist etwas ganz besonderes. Wer rasch ins Tun kommen möchte, neugierig auf wirksame Methoden ist und pure Wertschätzung erleben möchte, ist hier richtig aufgehoben.“ Mag. Julia Fadler

„Intensiver praxisorientierter Lehrgang, der all meine Erwartungen übertroffen hat.“ Mag. Samuel Müller

„Die Coachingausbildung war für mich wie ein emotionaler Sechser im Lotto.“ Christiane Stranzinger, MA

„Ein persönlich und beruflich weiterbringender Lehrgang mit dem richtigen Mix aus Methodik, Umsetzung und Menschlichkeit.“ Mag. Nele Beushausen

Alle Infos zum Lehrgang Psychologisches Coaching.